Ben Racken/ Die Angst/ Paddeln ohne Kanu
08.05.2013, GiG/ Halle, Reilstr., 21.00Uhr

Ben Racken/ Die Angst/ Paddeln ohne Kanu

08.05.2013, GiG/ Halle, Reilstr., 21.00Uhr

Review Ox#105

Review Ox#105

Maximum Rock´N´Roll 12/2012

Maximum Rock´N´Roll 12/2012

VICE sagt:

DIE ANGST
Die Angst in uns ist die Angst vor euch
Moon Records

7

Liebe Turbostaat-Fans. Wenn ihr mal wissen wollt, woher eure Helden kommen, also womit sie vermutlich musikalisch sozialisiert wurden, vielleicht nicht konkret, aber grob in Sachen Genre und Subkultur; wenn ihr, so sehr wir alle ja auch Turbostaat für „das gerade noch akzeptable Ding im Mainstreampunk“ halten, wenn ihr also mal ein bisschen vom Mainstream weg wollt; wenn ihr vielleicht mal wieder Bock auf fiese Keller mit günstigem Bier anstatt teure Konzerthallen mit nicht so ganz zur Musik passenden In-Drinks – Die Angst ist nicht die Lösung all dieser Probleme, aber ein ganz wunderbares musikhistorisches Korrektiv für euch, eine Ergänzung geradezu, eine Notwendigkeit für jeden musikalisch Zuspätgeborenen und Zugutgelaunten meinetwegen.

ZWERF VEIZLUNG



17.11.2012, Die Angst, Pinoreks, The Mopedz.
Nil Studentenkeller Potsdam
http://planet-nil.de/konzert-die-angst-mopedz-pinoreks/

17.11.2012, Die Angst, Pinoreks, The Mopedz.

Nil Studentenkeller Potsdam

http://planet-nil.de/konzert-die-angst-mopedz-pinoreks/

Greenhell Record Store sagt:

Die Angst in uns ist die Angst vor euch, Moon, 2012
Der Nachfolger von L.S.K. bringt gewohnten Düster-Punk und Cold-Wave auf deutsch, schneidende Moll-Gitarren, Boller-Bass und Kellerfeeling: “Die Angst in uns ist die Angst vor euch” ist eine sehr gute und vor allem in ihrer Konsequenz überraschende Platte für Fans von den ganz frühen, rohen Fliehenden Stürmen, den düstersten EA80 Sachen oder X-Mal Deutschland. Die Rumpeligkeit von Joy Division steht hier natürlich auch Pate, aber obwohl alle Einflüsse schon so alt sind, wirkt die Platte ganz frisch, wenn man bei diesem Depressionsgrad und der kalten Wut von Frische überhaupt sprechen kann. Erstaunlich und zwingend!

Twix hieß früher Raider, und DIE ANGST hieß früher L.S.K.. Letztere sind mir noch von den alten Sturmhöhe-Samplern “Maschinentrauma” und “Geschichten aus der Zwischenzeit” in guter Erinnerung, und abgesehen vom Namenswechsel ist bei den Potsdamern scheinbar alles beim Alten geblieben: Noch immer gibt es extrem düsteren Deutschpunk im Stile von CHAOS Z, EA80 oder VERBRANNTE ERDE zu hören, der trotz seiner apokalyptischen Grundstimmung konsequent auf Wave-Elemente verzichtet. Vor allem die dichten, treibenden Gitarrenwände sind sehr präsent und erzeugen eine beklemmende Atmosphäre, dazu gesellt sich der tiefe, geradezu verzweifelt wirkende Gesang, der die politisch und sozialkritisch angehauchten Texte gut in Szene setzt.
Dieses Mini-Album gehört zweifelsfrei zu der Sorte CDs, die einen unweigerlich in ihren Bann ziehen, ohne dass man genau zu sagen vermag, woran dies jetzt genau liegt. Fest steht auf jeden Fall: Mit Liedern wie “Wasser”, “Moloch” oder “Endlichkeit” ist man für den Herbst bestens gerüstet.